
Das Projekt und seine Rezeptionsästhetik
Das Projekt greift auf mythologische Bilder zurück, die in der menschlichen Psyche als Archetypen fortwährend präsent sind. Sie existieren in allen Kulturen und beschreiben menschliches Werden. Das Projekt speist seine Kraft aus drei im Grunde einfachen, aber eben archetypischen Bildern:
Die Zusammenführung der Erden, die in der Seele darin ihre Entsprechung hat, daß die menschliche Psyche einen Ausgleich zwischen den ihr innewohnenden Aspekten anstrebt.
Die Pilgerschaft, die in allen Kulturen als Symbol eines Initiationsvorgangs dient, und als Archetyp immer auch ein Bild für die individuelle als auch kollektive Entwicklung darstellt (Individuation und Geschichte).
Die Aufbewahrung der Erde in einem Gefäß, welches wiederum durch die Höhle verborgen wird. Das Gefäß als eines der ältesten Kulturmerkmale hat numinosen Charakter und kommt als verborgene Kostbarkeit in allen Kulturen vor. Darüber hinaus ist es Ausdruck des Selbst, um welches das menschliche Dasein fragend kreist.
Durch die starke Anbindung an mythologische Bilder wird der Rezipient die Aktion spontan erfassen. Das Kunstwerk erhält zudem eine Strahlkraft, die den tieferen Schichten der menschlichen Seele entspringt.